Finanzierung

Für Wohneigentum sind viele bereit mehr als für eine Mietwohnung auszugeben. Bei der Festlegung des Maximalbudgets müssen Sie allerdings Ihre finanziellen Verhältnisse berücksichtigen und auch die Bedingungen der Hypothekarbanken erfüllen. Damit Sie sich auf das Finanzierungsgespräch mit Ihrer Bank bestmöglich vorbereiten können, haben wir nachfolgend einige wichtige Themen zur Finanzierung Ihrer Liegenschaft für Sie zusammengefasst. Gerne unterstützen wir Sie auch in der Finanzierung Ihres Eigenheims, zögern Sie nicht uns jederzeit zu kontaktieren – wir beraten Sie gerne.

Regel zum Verhältnis von Eigenkapital und Kaufpreis

Wer einen Hypothekarkredit aufnehmen will, braucht 20% Eigenkapital. Entsprechend darf der Kaufpreis des Objekts maximal fünfmal den Betrag der Eigenmittel betragen (bei einem Eigenkapital in der Höhe von CHF 120’000.- darf der Verkaufspreis bei maximal CHF 600’000.- liegen).

Tragbarkeitsregel

Laut einer Faustregel darf die jährliche Belastung durch ein Eigenheim nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. Banken wenden diese Rechnung an, um zu überprüfen, ob ein Eigenheim tragbar ist und ein Kreditgesuch für eine Hypothek grundsätzlich genehmigt werden kann.

Zusammensetzung des Eigenkapitals

Das Eigenkapital kann sich aus Spargeldern, Geld aus dem Verkauf von Wertpapieren, sowie Darlehen aus Beiträgen der 2. oder 3. Säule zusammensetzen. Auch ein Darlehen von Bekannten oder Familienmitgliedern, ein Erbvorbezug oder eine Schenkung kann dazu verwendet werden.

Finanzierung

In der Regel finanziert Ihre Bank, Versicherung oder Pensionskasse maximal 80% des Kaufpreises/Verkehrswertes (ca. 65% 1. Hypothek und ca. 15% 2. Hypothek). Die restlichen 20% sollten Sie in Form von Eigenkapital einbringen. Das Eigenkapital kann selbstverständlich höher sein, sodass Sie weniger Hypotheken benötigen und damit eine tiefere monatliche Liegenschaftsbelastung erreichen. Bei fehlendem Eigenkapital besteht allenfalls die Möglichkeit Pensionskassengelder vorzuziehen oder zu verpfänden.

Libor-Hypothek

Libor-Hypotheken haben flexible Zinssätze, eine feste Laufzeit und man profitiert davon, dass sinkende Hypothekarzinssätze sich relativ rasch positiv auswirken. Im Grunde genommen sind Libor-Hypotheken nichts anderes als Festhypotheken mit sehr kurzer Laufzeit (meist 3 bis 6 Monate). Deshalb sind sie vor allem bei sinkenden oder konstanten Zinsen interessant. Um bei steigenden Zinssätzen das Risiko zu limitieren, gibt es Produkte mit Zinsabsicherung nach oben oder der Möglichkeit, jeweils auf den Zinstermin hin in eine Festhypothek zu wechseln.

Zinsdach schützt vor steigenden Zinsen

Mit einem «Cap», auch Zinsdach genannt, kann man als Hypothekarnehmer festlegen, wie viel Zins man höchstens für die Geldmarkt-Hypothek zu zahlen gewillt ist. Für diese Absicherung bezahlt man allerdings eine Prämie. Grundsätzlich gilt: Je tiefer das Zinsdach, desto höher die Absicherungskosten. Zinsabsicherungen mit einer Laufzeit von unter fünf Jahren lohnen sich in der Regel allerdings nicht.

Geldmarkt-Hypothek mit Switch-Option

Wer eine Geldmarkt-Hypothek mit Switch-Option abschliesst, hat nach jeder Zinsperiode (normalerweise 3 oder 6 Monate) die Möglichkeit, in eine Festhypothek zu wechseln. Damit kann man markanten Zinserhöhungen auch kurzfristig ausweichen.

Kapitalbezug aus 2. oder 3. Säule

Mit dem Kapitalbezug aus der 2. bzw. 3. Säule können Sie also Ihr Eigenkapital erhöhen und zudem von Steuersparmöglichkeiten, z. B. durch Splitting der Auszahlung, profitieren.